Oder: Asterix bei den Tänzern

Ein etwas anderer Turnierbericht.

 

Die Vorgeschichte:

 

  • Freitags bei Hessen Tanzt getroffen
  • Samstags Probetraining
  • Sonntag Kleid gekauft
  • Und danach ein halbes Jahr intensives Training.

 

Aber das ist ja soweit bekannt. Nun wollten wir es also wissen.

Aber nicht erst mal vorsichtig reinschnuppern. Nein. Gleich die volle Dröhnung.

 

TC Rot-Gold Würzburg e.V.

14:15

SEN III A ST

18:00

SEN II A ST

Kitzinger TC e.V.

12:00

SEN III A ST

16:30

SEN II A ST

TTC Erlangen e.V.

10:30

SEN III A ST

14:00

SEN II A ST

TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg e.V.

12:30

SEN II A ST

16:00

SEN III A ST

(Die spinnen die Tänzer).
Das A III Turnier samstags in Erlangen war ursprünglich nicht geplant, weil zu früh.

Aber dazu komme ich noch. Am ersten Samstag zeitlich völlig verkalkuliert
und schon gegen 10:00 in Würzburg eingetroffen. (Was machen wir hier eigentlich?

Warum sind wir so früh aufgestanden? Die spinnen die Tänzer)

Also erst mal ne Runde Shopping, um dann gegen 12 Uhr tatsächlich im Clubheim einzutreffen.

 

Beim ersten Turnier waren dann gleich mal 13 Paare am Start. Mist. 2 Runden hätten
für den Anfang, und angesichts unsres Turnierpensums, ja auch erstmal gereicht.

Das bei den ersten Turnieren nicht alles reibungslos laufen würde, war uns klar.

Aber zumindest die gröbsten Schnitzer konnten wir wohl vermeiden und die

1. Zwischenrunde erreichen. Während dieser Zwischenrunde wurden wir von
lieben Freunden schon mal gefragt, ob wir denn bei einem Turniersieg wohl

die S III mittanzen würden. Nun, dazu muss man ja erstmal gewinnen und außerdem hatten wir ja noch die AII auf dem Plan. Aber allein die Tatsache, dass man ein solches Ereignis

in Erwägung zieht, steigert natürlich die Motivation noch einmal erheblich.

Tatsächlich konnten wir am Ende alle 5 Tänze für uns entscheiden.

1.Platz im ersten Turnier ist schon mal kein schlechter Einstieg.

Aber auf den Start in der S III haben wir dann doch verzichtet.

 

Bild 1

 

Außerdem waren wir beide zu diesem Zeitpunkt körperlich völlig fertig. Wir hatten bereits erwogen, die A II abzumelden. Glücklicherweise gab es in der Umkleide einige Jogamatten, auf denen wir uns zwischenzeitlich etwas ausruhen konnten. Ich glaube, ich bin tatsächlich fest eingeschlafen. Die Tänzer der anderen Turniere haben uns auch rücksichtsvoll umkurvt oder überklettert.

 

Immerhin konnten wir beim Beginn der A II schon wieder aufrecht stehen und auch hier die Endrunde erreichen. Mit einem 4. Platz von 10 Paaren waren wir durchaus zufrieden.

 

Am nächsten Tag trafen wir dann deutlich ausgeruhter in Kitzingen ein. Freundliche Begrüßungen durch viele Paare, die wir am Vortag kennengelernt hatten. Der Boden war etwas holprig, dafür aber nicht so stumpf wie in Würzburg. Diesmal in der A III nur 7 Paare.

Insgesamt blieben wir dann tänzerisch unter unseren Möglichkeiten, erreichten aber dennoch immerhin den 3. Platz. Diesmal konnten wir die nachfolgenden Turniere bei vollem Bewusstsein verfolgen und weitere Bekanntschaften pflegen. Zwischendrin überraschte mich Ursel mit der Idee, am nächsten Wochenende die A III am Samstag um 10:30 doch mitzutanzen, weil sie sich gerade mit zwei österreichischen Paaren angefreundet hatte, die dort auch tanzen wollten. (Die spinnen die Mädels)

 

Die erste wirkliche Enttäuschung des Wochenendes war dann das Nicht-Erreichen der Endrunde in der A II, was auch keiner der anderen Paare nachvollziehen konnte.

(7/11 Kreuze: 5, 5, 4, 0, 2) Dennoch hatten wir insgesamt ‘ne Menge Spaß und viel gelernt.

 

Beim Training in der nächsten Woche ist uns dann nach und nach eingefallen, was von dem, was wir eigentlich im Training können, alles nicht funktioniert hat bzw. wir nicht abrufen konnten. Aber das herauszufinden, war ja auch der eigentliche Sinn dieses, und auch des nächsten Wochenendes.

 

Kleine Trainingsanekdote: Ursel hatte ein Problem mit dem Big Top im Tango, weil sie da“ewig lang“ auf einem Fuß drehen muss. Mein Lösungsvorschlag: „Ignorier mal das Problem und tu einfach so als ob du es kannst“ hat funktioniert! Manchmal kann Tanzen sogar einfach sein.

 

Freitagnacht: Halsschmerzen Nase läuft. Au weia. Was tun? Vernünftig wäre gewesen das ganze Wochenende abzusagen. Aber hat schon mal jemand ‘nen “vernünftigen“ Tänzer getroffen? (Die spinnen die Tänzer) 4 Uhr klingelt der Wecker. (Wecker spinnt auch)

um halb 6 Ursel ins Auto gepackt. Frühstück gibt’s unterwegs. Der Plan war, bei Ankunft

in Erlangen die erste Apotheke aufzusuchen und ein paar Hals-Lutschtabletten und ne Klinikpackung Tempos zu ordern. Erste Apotheke, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag. Samstag? Fehlanzeige!

(Die spinnen die Apotheker). Keine Zeit mehr noch ‘ne andere Apotheke aufzusuchen

 mit womöglich dem gleichen Ergebnis. Muss dann halt auch so gehen. Eintanzen ist überwiegend ausgefallen und glatt war’s. Beste Voraussetzungen also.

Trotz alledem die Endrunde erreicht und immerhin den 3. Platz von 7 Paaren belegt.

Mehr war unter diesen Umständen nicht drin. Die A II haben wir zugunsten eines Mittagsschlafs/Einkaufsbummels/Christkindlesmarktbesuchs abgesagt.

 

Letzter Tag: Rot Gold Casino Nürnberg. Mit Abstand die schönste Turnierstätte bis dahin. Große Fläche, professionell ausgeleuchtet, gutes Parkett. Lediglich die Parkplatzsituation ist, na sagen wir mal, problematisch. Wir waren ausgeschlafen und motiviert. Mein Hals und meine Nase hatten sich auch wieder einigermaßen beruhigt.

Diesmal fand das A II Turnier vor der A III statt. Schon dass Eintanzen klappte besser
als bei allen Turnieren vorher. Nach dem ersten Waltz der Vorrunde hatten wir das Gefühl, dass das Tanzen heute einfach funktioniert. Auch wenn wir schon einen Turniersieg auf dem Konto, und uns auch sonst nicht gerade blamiert haben, Alles andre vorher war eher Bastelstunde. Heute haben wir getanzt. Am Ende wurde es dann ein 5. Platz von 19 Paaren.

 

In der A III durften wir dann noch den 2.Platz von 13 Paaren mit nach Hause nehmen.

Der örtliche Fotograf bietet übrigens noch einen ganz besonderen Service:

Die Bilder sind zur Auswahl bereits nach Paaren sortiert. Nachahmenswert!

Bild 2+3

 

“Nach Hause“ ist dann auch gleich das nächste Stichwort. Die Turnierleitung war durchaus kurzweilig allerdings fanden die meisten Siegerehrungen erst nach dem Ende des nachfolgenden Turniers statt. Angesichts der Wetterlage, es hatte zwischenzeitlich begonnen zu schneien, nicht unbedingt hilfreich für Paare mit einer etwas weiteren Anreise. Ich erinnere mich, bei einer Vorstellung auch “Hanseatic Lübeck“ gehört zu haben. Von Nürnberg bis Würzburg zwischen 50 und 70 Km/h über festgefahrenen Schnee. Dann haben wir uns erstmal für unsere heutige Leistung mit den besten Spareribs der Welt belohnt.

 

Bild 4

Miss Pepper Wir waren bereits in der vorigen Woche dort und die Teile sind einfach köstlich (und reichlich). Nach dem Essen hatte es weitestgehend aufgehört zu schneien und es ging deutlich zügiger voran (Wahrscheinlich, weil wir unsere Tellerchen so schön leer gegessen haben)

Bild5

Deshalb endet auch diese Geschichte wieder wie immer nach dem Wildschweinessen mit einem Haufen abgenagter Knochen

 

 

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10.12.2017 17:34